Hortkonzept

Beschreibung der Einrichtung

Der Kinderhort Niederalteich wurde im Jahr 1973 zu Schuljahresbeginn gegründet. Er ist in den Räumen des ehemaligen, historischen Hofrichterhauses in Niederalteich auf drei Etagen untergebracht.
Im Erdgeschoss befinden sich ein Bauraum, ein Mehrzweckraum, Büro der Hortleiterin sowie WC für Jungen und Mädchen, Garderoben und ein Putzmittelraum mit Dusche. Ein Zugang zum Keller ist ebenfalls vorhanden. Im ersten Obergeschoss befinden sich neben einem Spielraum noch ein Personalzimmer mit Lagerraum, ein Klassenzimmer, sowie ein Hausaufgabenraum und Personal-WC. Im zweiten Obergeschoss befinden sich ein Klassenzimmer, ein Hausaufgaben- sowie ein Kreativraum und ein weiterer Raum, der mit PC-Arbeitsplätzen ausgestattet ist. Toiletten für Jungen und Mädchen sind ebenfalls vorhanden. Die Klassenzimmer stehen ab 12.45 Uhr für die Hortarbeit zur Verfügung. Der Altbau verfügt zudem über einen Dachboden, der als Lagerraum genutzt wird.

Durch die Errichtung von Themen- bzw. Funktionsräumen haben die Kinder die Möglichkeit, ihren Bedürfnissen und Interessen gezielt nachzugehen und sich einer Thematik intensiv zu widmen. Der Speisesaal für Mittagessen, Elternveranstaltungen und verschiedene Feste befindet sich in einem separaten Gebäude auf dem Gelände. Auf dem gesamten Schul- und Hortgelände gilt das Rauchverbot.

Hier können Sie sich das gesamte Hortkonzept als pdf downloaden:

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"Erziehen heißt vorleben – alles andere ist höchstens Dressur."

Oswald Bumke


Der Mehrzweckraum – beliebter Aufenthaltsort unserer Hortkinder

Ausgestattet mit einem Teppichboden, Vorhängen zum Verdunkeln an den Fenstern, großen Schaumstoffbausteinen in verschiedenen Formen und Farben, Weichbodenmatte, Schlaf- und Turnmatten, vielen Kissen und Decken bietet dieser Bereich den Heranwachsenden einen Raum zum zweckfreien Spielen.

Der Mehrzweckraum wird vorwiegend von Kleingruppen genutzt:

  • zum Austoben und Kräftemessen
  • zum Bauen von Verstecken und Lagern
  • zum Tanzen und Musik hören
  • zum Zurückziehen
  • zum Theater- und Rollenspiel

Nach Absprache mit einer Mitarbeiterin und Eintragung in das Nutzungsheft können sich die Kinder dort alleine aufhalten. Genauso jedoch wird dieser Raum sehr bewusst eingesetzt:

  • bei Übungen zur Entspannung
  • bei Lese- und Schmökerstunden als Bücheroase
  • bei Übungs- und Prüfungsangeboten unserer Auszubildenden

Zusammen mit den Heranwachsenden arbeiten wir hier wohlüberlegt und bieten ihnen die Möglichkeit, Neues kennen zu lernen. Bei geleiteten Angeboten können die Kinder den Mehr-zweckraum als Ruhepunkt im Haus erfahren.

Öffnungszeiten

Der Hort ist von Montag bis Freitag von 06.30 bis 07.30 Uhr zur morgendlichen Betreuung und von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet (vgl. Art 19 BayKiBiG).
Die Kinder aus den umliegenden Gemeinden fahren in der Regel ab 16.00 Uhr mit den Bussen nach Hause. Der Einrichtung stehen pro Hortjahr insgesamt 30 Schließtage zur Verfügung (vgl. Art. 21 BayKiBiG). Für Teamfortbildungen können außerdem zusätzlich 5 Tage in Anspruch genommen werden. Die Schließtageregelung mit einem Belegungsplan für die Ferienzeiten wird den Eltern jeweils am Anfang des Hortjahres schriftlich bekannt gegeben, bevor dies mit dem Elternbeirat abgestimmt wurde.
An geöffneten Ferientagen werden die Kinder von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr im Hort betreut, im Anschluss kann bis 17.00 Uhr die Betreuung im Kindergarten Niederalteich in Anspruch genommen werden.
Durch diese Kooperation ist eine ganztägige Betreuungsmöglichkeit geboten.

Hier gelangen Sie zu einer kurzen Übersicht der Betreuungskosten. Eine ausführlichere Darstellung der Kosten finden Sie im pdf des Hortkonzepts auf Seite 5 und 6.

Kosten für Betreuung

Angebote im Kinderhort

  • Werken und Kreieren
  • Malen, Gestalten, Basteln
  • Literacy, Gemeindebücherei
  • Entspannung und Rückzug
  • Musizieren und Tanzen
  • Projektarbeit anhand der Interessen der Kinder
  • Feste im Jahreskreis
  • Religionspädagogische Angebote
  • Gartengestaltung
  • Bewegung
  • Verkleidungsbereich für Rollenspiele
  • Arbeit am PC

Der großzügige Außenbereich von Schule und Kinderhort bietet zusätzliche Möglichkeiten:

  • Nutz- und Ziergärtchen auf dem Pausenhofgelände
  • Große Sandspielfläche mit Wasserentnahmestelle
  • Wippe
  • Weideniglu mit Sitzgelegenheit
  • Weidentunnel
  • Klettergerüst und -turm
  • Vogelnestschaukel
  • Boulderwand
  • Rasenfläche für Ballspiele und Fußballtore
  • Teich
  • Kräuterschnecke
  • Fahrräder und Inline-Skates, Fahrzeuge und Einräder
  • begehbares Schachfeld
  • Hängematte
  • Terrasse mit Ruhemöglichkeit

Außerhalb des Hortes kann zusätzlich auf folgende Ressourcen in Niederalteich zurückgegriffen werden:

  • Spielplatz am Anger
  • Jugendhaus
  • Turnhalle
  • Radweg an der Donau, Fähre
  • Flugzeugmuseum
  • Nepomukkapelle (Patenschaft)
  • Fußballplatz
  • Töpferei

Tagesablauf

Im Rahmen der morgendlichen Betreuung haben die Kinder die Möglichkeit zum gemeinsamen Ankommen in der Früh und miteinander beim Frühstück ins Gespräch zu kommen. Wer möchte, kann sich auch vor dem Unterricht noch etwas ausruhen.
Nach Schulschluss kommen die Kinder im Hort an und haben dann die Möglichkeit, je nach individueller Befindlichkeit, aus verschiedenen Möglichkeiten auszuwählen: Zum einen können sie in der Zeit von 12.00 bis 13.30 Uhr am Mittagessen teilnehmen oder bereits selbständig mit der Erledigung ihrer Hausaufgaben beginnen. Zudem ist es möglich, dass sie sich nach Schulschluss ihrer Freizeit widmen und hierbei an Angeboten teilnehmen oder sich dem zweckfreien Spiel zuwenden. Im Zuge der Partizipation können die Kinder auch am Nachmittag frei in einem abgesteckten Rahmen entscheiden, welchen Tätigkeiten sie zu welchem Zeitpunkt nachgehen möchten. Bis 14.30 Uhr ist die Zeit für die Erledigung der Schularbeiten variabel. Aus Zeitgründen müssen sich jedoch alle Kinder spätestens zu dieser Zeit in der jeweiligen Hausaufgabengruppe eingefunden haben. Die Freizeit läuft parallel zu den Hausaufgaben, wo die Kinder an verschiedenen Angeboten teilnehmen oder ihre Zeit zweckfrei gestalten können.
Der Nachmittag wird um 15.30 Uhr durch das gemeinsame Aufräumen beschlossen. Ab 16.00 Uhr fahren die ersten Hortkinder mit den Bussen nach Hause, werden abgeholt oder können alleine heimgehen. Um 17.00 Uhr schließt die Einrichtung.


Einzugsgebiet und Aufnahmekriterien

Zu unserem Einzugsgebiet gehören neben der Sitzgemeinde Niederalteich Gemeinden, Städte und Märkte aus dem gesamten Landkreis Deggendorf, teilweise auch aus dem Landkreis Passau und Freyung-Grafenau. Die Hortkinder besuchen in der Regel die Abt-Joscio-Schule. Die Abt-Joscio-Schule ist eine private, staatlich anerkannte katholische Bekenntnisvolksschule mit erweitertem Musikunterricht.

Es ist jedoch auch möglich, zusätzlich Kinder in den Hort aufzunehmen, welche z. B. die Grund-/Mittelschule in Hengersberg besuchen. In den Hort können Kinder bzw. Teenager ab der Einschulung bis einschließlich zum 14. Lebensjahr, unabhängig von ihrer jeweiligen Konfession, aufgenommen werden.

Im Zuge der Inklusion heißen wir alle Kinder in unserem Kinderhort willkommen. Auch die Bildung und Erziehung von Kindern mit erhöhtem Entwicklungsrisiko und drohender Behinderung ist in unserem Kinderhort grundsätzlich möglich. Der Umgang mit individuellen Unterschieden und soziokultureller Vielfalt bereichert unser Miteinander und ermöglicht es allen Beteiligten, voneinander zu lernen und zu profitieren. Bei einem Vorgespräch wägen beide Seiten gemeinsam ab, ob die gegebenen Rahmenbedingungen und Räumlichkeiten unserer Einrichtung zum individuellen Kind passen. Besucht das Kind unsere Einrichtung, so wird auch eine enge Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachdiensten angestrebt.

Aufnahmegespräche und Anmeldung

Die Anmeldegespräche finden in der Regel persönlich mit der Hortleitung statt bzw. zusammen mit der Schulleitung, falls das Kind auch die Abt-Joscio-Schule besuchen soll. Ansprechperson in Fragen bezüglich eines Hortplatzes ist die Hortleiterin Sarah Guntkowska. Aufgenommen werden kann jedes Kind von der Einschulung bis einschließlich dem 14. Lebensjahr. Die Eltern bekommen beim Aufnahmegespräch Informationen über die Konzeption und den Tagesablauf der Einrichtung. Zudem werden ihnen im Rahmen des Gesprächs die Räumlichkeiten gezeigt.

Hortpersonal

In unserer Einrichtung arbeitet ausschließlich pädagogisches Fach- und Ergänzungspersonal. Die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen des Kinderhorts Niederalteich verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich der Hortarbeit und nehmen regelmäßig an Fortbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen teil.
Absprachen im Team finden 14-tägig im Rahmen von Teamsitzungen sowie auch nach Bedarf statt. Die Reflexionen von Angeboten und Aktionen, Feedbackrunden zu aktuellen Ereignissen, die Weitergabe von Fortbildungsinhalten und Fachartikeln sowie die Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungsverläufen sind fester Bestandteil der Teamsitzungen. In bestimmten Abständen finden Mitarbeitergespräche statt. Gemeinsame Teamfortbildungen sichern die Qualität unserer Arbeit und fördern die Kollegialität. Auch die regelmäßigen Teamsitzungen und Mitarbeitergespräche sowie die Supervisionseinheiten zur Teamentwicklung und Bearbeitung aktueller Situationen dienen der Qualitätssicherung.

Auszüge einiger Fort- und Weiterbildungen der letzten Jahre:

Leitung

Teamfortbildungen

  • Werken und Kreieren
  • Malen, Gestalten, Basteln
  • Literacy, Gemeindebücherei
  • Entspannung und Rückzug
  • Musizieren und Tanzen
  • Projektarbeit anhand der Interessen der Kinder
  • Feste im Jahreskreis
  • Religionspädagogische Angebote
  • Gartengestaltung
  • Bewegung
  • Verkleidungsbereich für Rollenspiele
  • Arbeit am PC

Pädagogisches Personal:

  • Die Dichterwerkstatt
  • Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
  • Entwicklungsgespräche konstruktiv führen
  • Deeskalation
  • Im Frühling Ostern entgegen
  • Expedition zu den Gegenständen des Lebens
  • Das Bilderbuch – wertvoll und hilfreich
  • Lernen mit allen Sinnen
  • Werken mit Holz in der Kindertagesstätte
  • Konstruktiver Umgang mit Konflikten
  • Kurs: Kirche Caritas XXIX, Modul 1 - 3
  • Erste Hilfe am Kind
  • Konstruktiver Umgang mit Aggressionen
  • Die Stimme – das wichtigste Instrument kraftvoll und schonend einsetzen
  • Sexuelle Übergriffe unter Kindern
  • Grundseminar: Sicherheitsbeauftragte

In unserer Einrichtung arbeitet ein qualifiziertes Team aus Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen (vgl. §§ 16,17 AV BayKiBiG). Zudem bilden wir jährlich Erzieherpraktikantinnen im zweiten sozialpädagogischen Seminar und Berufspraktikanten im Anerkennungsjahr aus. Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin dauert fünf Jahre und ist in drei Bereiche strukturiert: Praktikum in zwei unterschiedlichen Kindertageseinrichtungen mit Prüfung (2 Jahre), Besuch der Fachakademie für Sozialpädagogik mit Prüfung (2 Jahre), Anerkennungsjahr an einer Praxisstelle, praktische Prüfung, Facharbeit und Kolloquium (1 Jahr).

Prävention Kindeswohlgefährdung – Schutzauftrag

Zur Sicherstellung des Schutzauftrages nach § 8a SGB VIII haben wir eine Vereinbarung mit dem Jugendamt geschlossen, die dazu dient, die Kinder davor zu bewahren, dass sie in ihrer physischen und psychischen Entwicklung durch Missbrauch oder eine Vernachlässigung Schaden erleiden. Alle Mitarbeiter des Abt-Joscio-Schulwerks e. V. sind zur Wahrnehmung des Schutzauftrages verpflichtet und werden nachweislich darüber unterrichtet. Für alle Mitarbeiter und bei Neueinstellungen besteht die Verpflichtung zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses, das dann im Turnus von fünf Jahren erneut beantragt und vorgelegt werden muss. Im Zuge der Erziehungspartnerschaft erfolgt vor einer Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt in der Regel eine Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten, um gemeinsam mögliche Hilfemaßnahmen zu erarbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

Sicherheits- und Brandschutzkonzept

Sowohl das Schulhaus als auch das Hortgebäude verfügen über eine Schließanlage, die fremden Personen einen Zutritt in die Gebäude verwehren. Bei Abholung oder Gesprächsterminen können Eltern durch Klingeln in das Haus gelangen. Unbekannte Personen auf dem Gelände oder auch beobachtende Personen außerhalb werden vom Personal angesprochen. Zu unserem Sicherheitskonzept zählt außerdem die jährliche Einübung des Fluchtwegs mit den Kindern. Im Ernstfall wissen dann die Beteiligten, wie sie aus dem Gebäude ins Freie gelangen. In jedem Raum des Altbaus sind Flucht- und Rettungspläne angebracht, die vom jeweiligen Standort den Fluchtweg aufzeigen. Für den Abt-Joscio-Kinderhort ist eine Mitarbeiterin als Sicherheitsbeauftragte ausgebildet worden sowie eine weitere als Brandschutzhelferin. Beide dienen dem allgemeinen Wohl, arbeiten präventiv und können in Ernstfällen Abläufe koordinieren.

Gespräche und Vernetzung

Auf der Grundlage der Beobachtung und Dokumentation von Entwicklungsverläufen (vgl. § 1 AV BayKiBiG) pflegen wir enge Kontakte zu den Erziehungspersonen unserer Hortkinder. Dies ist unabdingbarer Bestandteil unserer Arbeit und ein wesentlicher Beitrag zur Qualitätssicherung. Um die Kinder auch im schulischen Bereich, also bei den Hausaufgaben gut und sinnvoll unterstützen zu können, stehen wir in regelmäßigem Austausch mit den Lehrkräften der einzelnen Kinder. Hierbei geht es jedoch nicht ausschließlich um die schulischen Leistungen, auch die Integration in den Klassenverband und das Sozialverhalten sind wichtige Bestandteile dieser Gespräche.

Intensiviert wird diese Vernetzung durch die Begleitung der Schülerinnen und Schüler bei der Freien Stillarbeit im Zuge der Marchtaler-Plan-Pädagogik. Hier sind die Hortmitarbeiterinnen am Schulvormittag als Zweitkräfte in den einzelnen Klassen neben der jeweiligen Lehrkraft eingesetzt.

Auch der wöchentliche Austausch zwischen der Schul- und Hortleitung ist für uns eine relevante Grundlage, um Schule und Hort miteinander zu vernetzen und die vorhandenen Ressourcen beider Seiten optimal zu nutzen. Außerdem stehen auch die Hortleiterin und ihre Stellvertreterin in engem Kontakt. Wöchentliche Besprechungen dienen dazu, eine einheitliche und aufeinander abgestimmte Zielrichtung zu erarbeiten und gemeinsam mit dem pädagogischen Team zu verfolgen.

Der Austausch mit den Erziehungsberechtigten gehört hier selbstverständlich auch dazu. Regelmäßige Informationen an die Eltern über Lern- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder (Art. 14 BayKiBiG) finden mindestens zweimal jährlich statt. Erst diese Kontakte und die unterschiedlichen Blickwinkel ermöglichen uns, ein vollständiges Bild der Kinder zu erhalten, um so systemisch und bedürfnisorientiert arbeiten zu können.

Ebenso wichtig ist der Kontakt zu anderen Einrichtungen und Beratungsstellen, um den Eltern und Hortkindern gute Unterstützung ermöglichen zu können. Durch die Einbindung geeigneter Stellen wollen wir eine bestmögliche Begleitung, auch in schwierigen Lebensphasen, erreichen.

Andere Institutionen können sein

  • Jugendamt
  • Verschiedene Beratungsstellen, wie Erziehungsberatung der Caritas
  • Therapeutische Fachdienste, z. B. Kinder- und Jugendpsychiatrie, Sonderpädiatrisches Zentrum
  • Mobiler Sonderpädagogischer Dienst

Ziele für unsere pädagogische Arbeit


Pädagogik im Abt-Joscio-Kinderhort Niederalteich

Wir arbeiten nach den Grundsätzen der systemischen Pädagogik, d.h. wir orientieren uns an den Ressourcen und Stärken der Kinder und begegnen ihnen mit Wertschätzung und Respekt. In unserer pädagogischen Arbeit knüpfen wir an den Interessen und Bedürfnissen an, die jedes einzelne Kind mitbringt. Mit dem individuellen Kind sehen wir das gesamte System, in dem es lebt und lernt. Somit kann die Ganzheitlichkeit der Bildungs- und Erziehungsarbeit betrachtet werden.

Zugleich wird der Fokus auf das Prinzip der Freiwilligkeit gelegt. Die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklungsphase können somit selbst entscheiden, wie sie den Hortalltag gestalten. Ob und an welchen Angeboten sie teilnehmen, bestimmt jedes Kind im Zuge der Partizipation eigenständig. Entwicklungsangemessen beteiligen sich die Kinder an Entscheidungen zum Einrichtungsalltag und zur Gestaltung der Einrichtung. Monatliche Kinderkonferenzen bieten hierfür einen Rahmen.

Ebenso die Montessori-Pädagogik fließt in unsere Arbeit mit ein. Der Leitgedanke „Hilf mir, es selbst zu tun“ gibt den Kindern die Möglichkeit, sich zu autonomen Personen zu entwickeln. Die Kinder werden durch eine eigene Lösungsfindung in Entscheidungs- und Konfliktsituationen, aber auch durch die verantwortliche Übernahme von Tätigkeiten zur Entwicklung von Selbstständigkeit begleitet.

Ihre Hausaufgaben erledigen die Schülerinnen und Schüler in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen. Dabei werden sie von je einer Fachkraft begleitet und unterstützt. Die Freizeit findet gruppenübergreifend statt, d.h. unsere Einrichtung ist teiloffen.


Gesetzliche und pädagogische Grundlagen

Grundlage für unsere pädagogische Arbeit ist das Bayerisches Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) sowie das Sozialgesetzbuch (SGB VIII), insbesondere die Berücksichtung der Bildungs- und Erziehungsziele (§§ 1 – 13 AV BayKiBiG) und die Orientierung an den Empfehlungen des StMAS zur pädagogischen Arbeit in bayerischen Horten (§ 14 AV BayKiBiG). Unser Bildungsauftrag basiert auf international gültigen Richtlinien und den Regelungen durch die UN-Kinderrechtskonventionen.

Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung von Anfang an. Der Hort soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. Das Hortangebot soll die pädagogischen Intensionen und die pädagogischen Grundlagen der Schule aufgreifen, ergänzen und erweitern. Dabei werden insbesondere auch die Grundsätze der sprachlichen Bildung und Förderung, der mathematischen Bildung, der naturwissenschaftlichen und technischen Bildung sowie der Umweltbildung und -erziehung verwirklicht.

Der Kinderhort Niederalteich ist eine familienunterstützende und -ergänzende Einrichtung (vgl. Art. 4 BayKiBiG). Auftrag des Hortes ist die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern ab der Einschulung bis zum Alter von 14 Jahren (vgl. Art. 10 BayKiBiG). Wir fördern das Erlernen von Basiskompetenzen sowie die 10 Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit, Selbständigkeit, Gemeinschaftsfähigkeit und das Erlangen von Schlüsselkompetenzen zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben.

Entwicklungsaufgaben im Alter von 6 bis 12 Jahren

  1. Erlernen körperlicher Geschicklichkeit, die für gewöhnliche Spiele notwendig ist
  2. Aufbau einer positiven Einstellung zu sich als einem wachsenden Organismus
  3. Lernen, mit Altersgenossen zurechtzukommen
  4. Erlernen eines angemessenen männlichen oder weiblichen Rollenverhaltens
  5. Entwicklung grundlegender Fertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen
  6. Entwicklung von Konzepten/Denkschemata, die für das Alltagsleben notwendig sind
  7. Entwicklung von Gewissen, Moral und einer Werteskala
  8. Erreichen persönlicher Unabhängigkeit
  9. Entwicklung von Einstellungen gegenüber sozialen Gruppen und Institutionen

Ziel unserer Arbeit ist es, jedes Kind auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes individuell so zu fördern, dass es die in §2 AV BayKiBiG aufgeführten Basiskompetenzen entwickeln kann. Das pädagogische Personal unterstützt und stärkt die Entwicklung von freiheitlich-demokratischen, religiösen und sittlichen Werthaltungen, die Entwicklung von personellen, motivationalen, kognitiven, physischen und sozialen Kompetenzen, das Lernen lernen, die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme sowie zur aktiven Beteiligung an Entscheidungen.

Ebenso fördert es die Entwicklung von Resilienz, die musischen Kräfte sowie die Kreativität. Die Basiskompetenzen stellen die Grundlage für körperliche und seelische Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität dar. Werte, wie Höflichkeit, ein respektvoller Umgang miteinander und Toleranz, sind für uns von großer Bedeutung. Im täglichen Zusammensein ist auch ein freundlicher Umgangston wichtig für ein gutes Miteinander. Durch das Zusammenleben in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen lernen die Kinder andere und anders Denkende zu akzeptieren und wertzuschätzen. Der Hort ist als katholische Tageseinrichtung grundsätzlich auch offen für Familien anderer Glaubenshaltungen und achtet die religiöse Überzeugung, die dem Kind im Elternhaus vermittelt wird.

Was ein Kind lernt

  • Ein Kind, das wir ermutigen, lernt Selbstvertrauen.
  • Ein Kind, dem wir mit Toleranz begegnen, lernt Offenheit.
  • Ein Kind, das Aufrichtigkeit erlebt, lernt Achtung.
  • Ein Kind, dem wir Zuneigung schenken, lernt Freundschaft.
  • Ein Kind, dem wir Geborgenheit geben, lernt Vertrauen.
  • Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt, zu lieben und zu umarmen und die Liebe dieser Welt zu empfangen.

Bedeutung von Freizeit und Lernen

„Heute wieder nur gespielt und nicht gelernt!?“

Zweckfreies, fantasievolles Spiel ist keine Zeitverschwendung, sondern Voraussetzung einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und die Basis für Lernen. Der Hort dient im Sinne des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes einer selbst gestalteten und eigenverantwortlichen Freizeitbetätigung während der unterrichtsfreien Zeit. Er bietet den Kindern die Chance, eine altersgerechte, kreative und verantwortungsbewusste Kindheit zu erleben.

Bewegung als körperlicher Ausgleich

Die Bewegung am Nachmittag soll einen körperlichen Ausgleich zum Sitzen am schulischen Vormittag darstellen. Bewegung findet vor allem im Hof statt und zwar bei jeder Witterung. Hier gilt es, sich dementsprechend zu kleiden, denn es gibt kein schlechtes Wetter, sondern lediglich schlechte Kleidung.
In dieser wichtigen Freizeit können die Kinder lernen, soziale Kontakte zu knüpfen und aufrechtzuerhalten, eigene Grenzen zu erfahren, sich mit anderen Kindern zu messen, Konflikte selber zu lösen und hierbei eigene Lösungswege zu finden sowie die eigene Kreativität und Phantasie auszuleben.

 

 

Eigenverantwortliche Freizeitgestaltung

Neben dem Lernen in der Schule oder bei den Hausaufgaben stellt deshalb die Freizeit ein sehr großes und wichtiges Gegengewicht für die Hortkinder dar. Während die Kinder sich in den Hausaufgaben auf ihre schulischen Anforderungen vorbereiten und Leistungen bringen sollen, ist die Freizeit die Zeit, in der es kein Pflichtprogramm zu absolvieren gilt.
Den Wert dieser freien Zeit unterstreicht das Selbstbestimmungsrecht in der Gestaltung und Auswahl der Angebote. Durch unser offenes Konzept lernen Kinder im Zuge der Partizipation entwicklungs- und altersentsprechend zu entscheiden, was gut für sie ist. Das pädagogische Team bereitet aufgrund vielfältiger Beobachtungen Angebote abgestimmt auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder vor und führt diese im Alltag durch.

Nicht nur das angeleitete Spiel ist von großer Bedeutung, auch das eigenverantwortliche Tun erhält einen hohen Stellenwert. Nach ihren Interessen können die Kinder die verfügbaren Materialien im Haus und Hof für sich in Anspruch nehmen und auch Räume entsprechend ihrer Entwicklung unbeaufsichtigt nutzen.

Die Auseinandersetzung mit der Schule ist eine Entwicklungsaufgabe der Kinder, die auch im Hort ein Thema darstellt. Erzieher sind keine Lehrer! Nicht stundenlange Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe sind die Aufgaben der Hortfachkräfte, sondern die Vermittlung von geeigneten Arbeitshaltungen und Lernstrategien und das Angebot zur Beratung und Unterstützung in schulischen Belangen. Die erledigten Hausaufgaben werden auf ihre Vollständigkeit hin geprüft, können aber nicht durchgängig kontrolliert werden. Die Hausaufgaben sind Übungen für die Kinder und geben sowohl den Eltern als auch den Lehrern Rückmeldung über bereits Gelerntes und Verstandenes.

Eigenständige und flexible Erledigung der Hausaufgaben

Unsere Hausaufgabenräume sind mit vielen Materialien und Sitzmöglichkeiten ausgestattet, die den Kindern spielerisches Lernen und begreifen ermöglichen. Die Kinder haben zu diesen Materialien jederzeit Zugang. Es ist nach Absprache auch möglich, dass sich die Kinder einen anderen Lernort für die Erledigung der Hausaufgaben suchen. Dies kann z.B. ein anderer Raum sein oder der Garten. In der Hausaufgabenzeit ist es uns ein großes Anliegen, die Kinder zur Selbständigkeit anzuleiten, d.h. dass die Kinder eigenständig ihre Aufgaben erledigen und nicht die Hortmitarbeiterinnen. Sie geben ausschließlich Impulse und Hilfestellungen und regen zur Partner- und Gruppenarbeit an.

Hausaufgabenheft als Kontaktheft zwischen Hort, Elternhaus und Schule

Wir unterstützen die Eltern als familienergänzende Einrichtung in dieser Angelegenheit, nehmen sie aber in dieser Aufgabe nicht aus der Verantwortung. Aus diesem Grund wird auch freitags keine Hausaufgabe im Hort erledigt. Gemeinsam am Wochenende können die Kinder unter Aufsicht ihrer Eltern diese Aufgaben erledigen. Das Hausaufgabenheft der Kinder dient zwischen Hort, Elternhaus und Schule als Kontaktheft und teilt den Erziehungsberechtigten mit, welche Aufgaben im Hort bereits erledigt wurden und gibt ggfl. Aufschluss über eventuelle Vorkommnisse oder Unwohlsein am Nachmittag. Auch die Dauer der Hausaufgabenerledigung wird als Rückmeldung für Eltern und Lehrer in diesem Heft notiert.

Sowohl die freie Zeit als auch die Hausaufgabenzeit erhalten bei uns den gleichen Stellenwert und müssen die Balance, vergleichbar wie bei einer Waage, halten.

Religiöse Bildung und Erziehung

 Unsere Kindertageseinrichtung ist ein Teil der Pfarrgemeinde. Durch das Feiern der Feste entsprechend dem Jahreskreis, können sich die Kinder als Mitglied der Gemeinschaft erfahren. Die Kinder haben die Patenschaft und damit die Pflege der Nepomukkapelle in Niederalteich übernommen. Dort werden Maiandachten und Feiern abgehalten. Die Kinder putzen die Kapelle regelmäßig und stellen frische Blumen zur Dekoration auf den Altar.

Als katholische Tageseinrichtung halten wir uns grundsätzlich offen für Familien anderer Glaubenshaltungen. Das religiöse Angebot unserer Einrichtung wird von Eltern anderer Glaubenshaltungen respektiert.

Behandlung von religiösen Themen und Ereignissen

In wiederkehrenden, religiösen Ritualen können die Kinder Wertschätzung und Stabilität erfahren. Dazu kann das tägliche Ankommen mit der aufmerksamen Begrüßung ebenso gehören, wie beispielsweise die jährliche Wiederholung des Räucherns am Dreikönigsfest. Auch hinter die Dinge zu schauen und darüber zu philosophieren, gehört zur religiösen Bildung in unserer Einrichtung. Die Lebenswelt der Kinder und deren aktuellen Erlebnisse geben die Themen in solchen Runden vor. Allem wird hier gleichermaßen Raum gegeben. Bei der Gestaltung verschiedener Feste stehen immer wieder biblische Figuren im Vordergrund. Deren charakteristische Merkmale stehen vorbildhaft im Mittelpunkt solcher Feiern.

Bei der Gestaltung unserer Themenräume spielt die Bedürfnisorientiertheit eine große Rolle. Die Kinder erhalten die Möglichkeit, ihre freie Zeit ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechend gestalten zu können. Über allem steht der achtsame Umgang mit dem Leben und der Schöpfung.

In unseren Angeboten greifen wir u.a. die Feste im Jahreskreis auf, z.B.

  •   Erntedankfeier
  •   Einstimmung auf die Adventszeit
  •   Nikolausfeier
  •   Lichterfest/Luciafeier
  •   Vorweihnachtliche Feier
  •   Lebendiger Fastenkalender
  •   Vorösterliche Feier
  •   Andachten im Marienmonat Mai


 

"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler"

Ralph Waldo Emerson


Ethische und interkulturelle Erziehung

Grundlage der ethischen Erziehung ist unser christliches Menschenbild, das jeden Menschen in seiner Individualität annimmt. Es ist ein Lernprozess für alle Beteiligten, sowohl für die Erwachsenen als auch für die Kinder, das Anders-Sein zu akzeptieren und aus der Vielfalt zu profitieren. Durch verschiedene Angebote, die sich auch am Jahreskreis orientieren, bieten wir den Kindern Gelegenheiten, Menschen zu begegnen, die anders aussehen, anders sprechen, anders leben, anders glauben und diese Begegnung als Bereicherung zu erleben.


Neue Erfahrungen durch kulturelle Unterschiede

Die Fähigkeit zur Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen, die Bereitschaft zur Übernahme der Perspektive anderer und emphatisches Verhalten sind ebenso wie kooperatives Problemlösen und Durchsetzungsfähigkeit nur durch Erfahrungen im Umgang mit gleichaltrigen Kindern zu erwerben. Unterschiede in Kultur und Sprache können Kinder zu verstehen lernen, indem in der Hortarbeit gerade solche Unterschiede für Projektarbeit aufgegriffen werden. Hierbei erfahren wir auch oft die Unterstützung unserer Eltern durch deren Mitarbeit bei der Gestaltung verschiedener Angebote:

  •   Kindheit in Brasilien (Gestaltung eines Nachmittags zum Thema)
  •   Fremdländische Speisen (gemeinsame Brotzeiten und Feiern)
  •   Weihnachtspäckchenaktion für Rumänien
  •   Sternsingeraktion "Meins wird Deins"
  •   Märchen aus anderen Ländern
  •   Adventliche Feier "Wir öffnen unser Herz …" (z.B. für notleidende Menschen in anderen Ländern, für Kinder, die anders sind)
  •   Multi-Kulti-Fest (Präsentation verschiedener kultureller Bräuche und Köstlichkeiten)

Emotionalität und soziale Beziehungen

Das Zusammenleben in alters- und geschlechtsgemischten Organisationsgruppen ist der Rahmen für den Erwerb sozialer Kompetenz. Die Kinder werden bei Beginn der Schulzeit vor völlig neue Aufgaben und Erfahrungen gestellt. Im Hort werden sie beim Erwerb neuer Kompetenzen und Erkenntnisse begleitet. Der persönliche Bezug zur Hortfachkraft in überschaubaren Lern- und Spielgruppen ist in Abgrenzung zu Angeboten offener oder gebundener Ganztagsschulen von wesentlicher Bedeutung. Damit ein soziales Miteinander gelingen kann, erlernen die Kinder Regeln, die im Kinderhort gelten. Für einzelne Spiel- und Aufenthaltsbereiche erarbeiten die Kinder im Rahmen von Kinderkonferenzen zusammen mit den Pädagogen passende Regeln.

Zusammenleben vieler Altersstufen

Im Hort bietet sich bei den Kindern ein breites Spektrum an Entwicklungsstufen. Es reicht vom Erstklässler, der sich gerade noch im Kindergarten aufhielt, bis hin zum Pubertierenden, der mit sich im Konflikt steht, das Erwachsenwerden zuzulassen. In jeder dieser Phasen ist es wichtig, dass die Kinder ein Bewusstsein für ihr eigenes Handeln erlangen. Verpflichtungen werden verbindlich wahrgenommen (z. B. Hausaufgaben), Abmachungen müssen eingehalten werden. Im Hort werden mädchen- und jungenspezifische Bedürfnisse berücksichtigt. So können die Kinder ihre eigenen Interessen entdecken und ihnen nachgehen sowie ihre eigene Rolle in der Gemeinschaft finden.

Förderung von Selbstständigkeit

Die Selbstständigkeit wird durch das Einbeziehen der Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder in den Alltag gefördert. „Ich bin wichtig und werde gebraucht!“ - das möchten wir den Kindern vermitteln. Deshalb übernehmen sie im Hort verschiedene Aufgaben und entwickeln so Vertrauen in ihr eigenes Handeln und werden sicher in ihrem Auftreten:

  • Freiwilligkeit bei der Teilnahme an Angeboten
  • Erfahrungsaustausch/Gespräche mit anderen Kindern
  • Umgang mit Geld
  • Umgang mit Spielsachen innerhalb des Pfandsystems
  • Mitarbeit bei Projekten
  • Übernahme hauswirtschaftlicher Tätigkeiten
  • Gründung von Arbeitsgemeinschaften
  • Kinderkonferenzen
  • Tutorensystem

Erlernen von Konfliktfähigkeit

Zur Selbstständigkeit gehört auch, für das eigene Handeln die Verantwortung zu tragen und mögliche Konsequenzen einzugehen. Umgang mit anderen Menschen und Konfliktfähigkeit werden im Hort mediativ trainiert. Um konfliktfähig zu werden, müssen die Kinder lernen, mit eigenen und den Gefühlen anderer umzugehen. Die Fähigkeit, Kritik konstruktiv zu verarbeiten, wird den Kindern zum größten Teil von Erwachsenen vorgelebt. Dies erfordert auch, dass eine Fehlerkultur erlaubt ist und diese als Chance für Lernen gesehen wird.

Vorbildfunktion von Eltern und Erziehern

Die Kinder beobachten genau die Verhaltensweisen ihrer Bezugspersonen, d.h. Eltern und Erzieher fungieren als Vorbilder. Bei Streit und Auseinandersetzung zeigen wir den Kindern 14 Wege zur Problemlösung auf und erarbeiten sie gemeinsam in Gesprächen. Die Kinder tragen auch Verantwortung für ihr Eigentum und respektieren das Eigentum anderer. Sie achten auf Sauberkeit, Ordnung und Mülltrennung.

Verantwortung und Selbstständigkeit

Zudem können die Kinder Selbstständigkeit durch den Einkauf im Dorfmarkt erlernen. Liegt das Einverständnis der Erziehungsberechtigten vor, so können sie in Begleitung das Hortgelände zum Einkaufen im örtlichen Lebensmittelgeschäft verlassen. Ein wöchentliches Budget hierfür wurde von den Kindern im Rahmen von Kinderkonferenzen festgelegt. In Eigenverantwortung können sie für diesen Betrag einkaufen gehen oder in den warmen Sommermonaten das im Hort angebotene Eis kaufen, so oft sie möchten. Der Einkauf bietet die Lernmöglichkeit, die notwendige Achtsamkeit im Straßenverkehr zu verinnerlichen und das Erworbene mit anderen zu teilen.

Zudem wurde das Pfandsystem für Spielsachen im Rahmen von Konferenzen eingeführt. Es trägt dazu bei, dass die Kinder für ausgeliehene Spielutensilien vom Kinderhort Verantwortung übernehmen lernen. So können die Wertschätzung der Gegenstände und ein selbstständiges Aufräumen gelingen.


Informationstechnische Bildung, Medienbildung und -erziehung

Die Kinder sollen hingeführt werden zu einer sinnvollen Gestaltung ihrer freien Zeit – auch an die Nutzung elektronischer Medien. Handys werden sowohl in der Schule als auch im Hort ausgeschaltet und bleiben in der Schultasche. Auf dem Schul- oder Nachhauseweg der Kinder können sich Handys durchaus als nützlich erweisen (z. B. bei der Busverspätung etc.).
Arbeiten mit und am PC für beispielsweise die Bearbeitung digitaler Bilder und Internetrecherche für schulische Referate werden bewusst in Angebote und Projektarbeiten miteingebaut und begleitet. Außerdem verfassen Kinder Artikel für die Niederalteicher Nachrichten oder den Jahresbericht der Schule. Zudem steht eine große Auswahl von Lernprogrammen am Computer zur Verfügung, die gezielt und maßvoll genutzt werden können. Es ist uns ein großes Anliegen, die Kinder hierbei zu begleiten und ihnen einen bewussten und sinnvollen Umgang zu erlernen. Die Arbeit und das Spiel mit elektronischen Medien sind zeitlich begrenzt und werden vom pädagogischen Personal kontrolliert.

Sprachliche Bildung und Förderung – Literacy

Es ist ein Grundanliegen in der alltäglichen Kommunikation und in Gesprächen, die Aus-drucksfähigkeit der Kinder anzuregen und sie zum Zuhören zu bewegen. Der Umgang mit Literatur und die Freude am Lesen werden durch Bücheroasen mit Schwerpunktthemen sowie mit einer Bücherecke im Computerraum angeboten. Das Vorlesen von Bilderbüchern oder Märchen zu aktuellen Themen der Kinder gehört hier ebenfalls dazu.

Musisch-kreative Erziehung

Die musisch-kreative Erziehung ist ein wesentliches Merkmal in der Tradition unserer Einrichtung. Wir singen oft und gerne bayerische Lieder und solche aus anderen Ländern, mal eher lustig, dann wieder besinnlich. Bei der Auswahl der Lieder lassen wir uns sowohl von den Vorlieben der Kinder als auch von ethischen Maßstäben leiten. Wir gestalten Theaterstücke, Schattenspiele und Klanggeschichten und spielen auf Orff-Instrumenten und Trommeln. Es ist uns wichtig, dass die Kinder frei entscheiden, ob sie mitwirken wollen und dass sie sich in Abgrenzung zu schulischen Angeboten mit Spaß und ohne Druck musikalisch betätigen können. Die Kinder entscheiden mit, welche Stücke aufgeführt werden sollen und gehen dann die Verpflichtung ein, für die Aufführung regelmäßig zu proben

Der Kinderhort Niederalteich bietet die Möglichkeit, mit verschiedensten Materialen bildnerisch tätig zu werden. Die Kinder arbeiten mit Farben, Holz, Ton und Naturmaterialien, erproben verschiedene Techniken und bekommen die Gelegenheit, ihre Kunstwerke zu präsentieren. Beim kreativen Arbeiten können Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen und Gefühle und Erfahrung verarbeiten. Wenn Sie Kunstwerke präsentieren oder bei Darbietungen mitwirken, können sie Bestätigung und Wertschätzung erfahren.

Bewegung, Ernährung und Gesundheit

Die Außenanlagen von Kinderhort und Schule sowie die Nutzung der Angebote in Niederalteich und Umgebung bieten zahlreiche Bewegungsanreize. Ein großes Angebot an Spielgeräten vermittelt Freude an der Bewegung und zwar bei jeder Witterung. Neben der Bewegung bietet der Kinderhort auch Rückzugsmöglichkeiten zur Stille und Entspannung.

Es ist uns ein Anliegen, auf Verbote und Belohnungen zu verzichten und stattdessen zum maßvollen Umgang mit Süßigkeiten anzuleiten. Dazu gehören auch der reglementierte Eisverkauf in den Sommermonaten sowie der Einkauf im Dorfmarkt. Auch bei der Auswahl der Speisen für Feste und Feiern versuchen wir, zusammen mit den Kindern passende Ideen zu finden.

Gemeinsames Mittagessen und gesundes Ernährungsangebot

Das gemeinsame Mittagessen ist ein wichtiges Element für den Beginn des Nachmittags in der Gemeinschaft und trägt zur Verwirklichung wesentlicher Erziehungsziele bei. Den Kindern steht es frei, ob und was sie zu Mittag essen. Hier gilt das Prinzip der Freiwilligkeit, so dass die Kinder lernen können, auf ihren Körper zu hören. Da nicht alle Kinder zur gleichen Zeit hungrig sind, bieten wir eine gleitende Mittagszeit von 12.00 bis 13.30 Uhr an. Zusätzlich gibt es am Nachmittag das Angebot einer Brotzeit in Form von Obst, Gemüse und Nachspeisen. Das Zubereiten dieser Snacks erfolgt zusammen mit interessierten Kindern.
Vor Beginn des Mittagessens können sich die Kinder einen Überblick über das Essensangebot verschaffen. Vor und im Speisesaal befinden sich die Speisepläne mit aktueller Wochenübersicht. So können sich die Kinder bereits im Vorfeld Gedanken machen, was und zu welchem Zeitpunkt sie essen möchten. Selbstbestimmung und das Gefühl für den eigenen Körper können hier geschult werden.


"Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen."

Winston Churchill

Bewegung, Ernährung und Gesundheit

Die Mittagszeit endet um 13.30 Uhr. Bis dahin können sich die Kinder ihre individuelle Essenzeit selbständig wählen. Begleitet werden sie stets von zwei Kräften, die auch für die Essensausgabe zuständig sind und die Stimmungen der Kinder wahrnehmen und aufgreifen. Die Kinder haben im Speisesaal freie Platzwahl und so die Möglichkeit, sich in entspannter Atmosphäre an einen Tisch zu setzen, und wenn gewünscht, mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Beim Verlassen der Tische trägt jeder gleichermaßen Verantwortung für Ordnung und Sauberkeit. Die Kinder bringen selbständig ihr Geschirr zurück und reinigen ihren Platz.

Nach dem Mittagessen gehen die Kinder zum Spielen nach draußen, in die Gruppen oder auch in die Hausaufgabe. Bei der Gestaltung des Speiseplans haben die Hortkinder ein Mitspracherecht. Wöchentlich ergeht eine Rückmeldung an die Küche, die Kinder sammeln Vorschläge und Wünsche für den Speiseplan. Die Speisen werden extern zubereitet. Dieser Anbieter erstellt den Speiseplan und achtet dabei auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Speisen im Sinne der Empfehlungen für Schulverpflegung. Zu jedem Fleischgericht wird auch eine vegetarische Alternative angeboten. Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln oder etwaiger Verzicht aus ethischen Gründen (z. B. Verzicht auf Schweinefleisch) können von den Eltern beim pädagogischen Personal angesprochen und so im Speiseplan berücksichtigt werden.

Gesundheit bedeutet auch ein unbelasteter Umgang mit Sexualität und ein liebevolles Achten des eigenen Körpers, verbunden mit Hygiene- und Körperpflegemaßnahmen und Gefahrenvorbeugung (§ 13 AVBayKiBiG). Sexualerziehung beginnt mit der Geburt und zieht sich durch die gesamte Entwicklung hinweg. Unbelastet mit der Sexualität umgehen meint, den Kindern diesen Bereich als intimes und persönliches Thema zu erklären und deshalb schützend damit umzugehen. Die Rollenfindung als Mädchen oder Junge und das Wohlfühlen in der Geschlechtsidentität ist ebenfalls ein Ziel. Besonders in der Pubertät steht die Klärung neugieriger Fragen im Vordergrund, auf die die Hortfachkräfte offen und klar reagieren und dabei die Klärung von Verhütung von Krankheiten nicht außer Acht lassen.

Projektarbeit und Partizipation im Kinderhort

Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit mit den Kindern ist die Projektarbeit. Die Kinder sind die Ideenbringer, Sammler, Gestalter und Planer dieser Projekte. Wir unterstützen sie in der Durchführung, stellen Materialien zur Verfügung und helfen den Kindern letztlich bei der Realisierung ihrer Vorstellungen und Ideen. Im Rahmen der Projektarbeit kann es gelingen, we-sentliche Erziehungsziele zu verwirklichen: Emotionalität und soziales Lernen, Umweltbildung, ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung, Gesundheitserziehung, musikalische Bildung und Bewegungserziehung. Projektarbeit ist mit Partizipation eng verbunden. Die Kinder werden entwicklungsangemessen in die Mitwirkung an Entscheidungsprozessen und am Leben einer Kindertageseinrichtung miteinbezogen (BayKiBiG Art. 10 Absatz 2).

Im Rahmen von Kinderkonferenzen kann diese Teilhabe realisiert werden. Monatlich kommen die Kinder in den einzelnen Organisationsgruppen zusammen, um Konferenzen mit ihren The-men abzuhalten. Hier können sie lernen, demokratisch abzustimmen und ihre eigene Meinung zu vertreten, aber auch die der anderen zu tolerieren. Das Erarbeiten und Einhalten von Gesprächsregeln sind hier unabdingbar.

Partizipation erleben die Kinder aber ebenso im alltäglichen Miteinander. So entscheiden sie beispielsweise in Absprache mit der jeweiligen pädagogischen Kraft, wann sie mit der Erledigung ihrer Hausaufgaben beginnen und zu welchem Zeitpunkt sie an der gleitenden Mittagszeit teilnehmen möchten. Die Entscheidung, was und wie viel gegessen wird, obliegt allein bei den Kindern. Auch die Teilnahme an pädagogischen Aktionen entscheiden die Kinder eigenständig. Bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung verschiedener Feste, wie z. B. der alljährlichen Adventsfeier und des Faschingstreiben, können die Kinder selbstwirksam werden und ihre eigenen Ideen umsetzen.

Portfolio – Dokumentation der Entwicklung

Um die individuellen Entwicklungsschritte jedes einzelnen Kindes festhalten zu können, gibt es die Portfolioarbeit. Hier dokumentieren die Kinder, unter Begleitung der Pädagogen, ihre Entwicklungen in einem dafür vorgesehenen Ordner. So haben sie jederzeit die Möglichkeit, in ihrer Sammlung nachzublättern und Erfolgserlebnisse zu verinnerlichen. Durch die anschauliche Dokumentation mit Fotos und Texten ist es auch noch Jahre später möglich, die individuelle Entwicklung nachzuvollziehen.

In der Portfoliomappe beschreiben die Pädagogen lediglich die Kompetenzen und Stärken der Kinder. Sie ist das individuelle Lerntagebuch jedes einzelnen Kindes und wird von ihm so gestaltet, wie es dies möchte. Das pädagogische Personal ist lediglich als Begleiter und Unterstützer tätig, das sich – genau wie die Eltern und Erziehungsberechtigten – mit einzelnen Beiträgen beteiligen kann. Die Mappe ist Eigentum des Kindes und darf nur nach Absprache hergezeigt und eingesehen werden. Neben dem Beobachtungsbogen kann auch die Portfoliomappe eine Grundlage für die regelmäßigen Entwicklungsgespräche bieten.

Schulsozialarbeit und Mediation

In der Schulsozialarbeit ist es unser Ziel, die Kinder sowohl im Unterricht als auch in der nachmittäglichen Hortzeit im sozialen Miteinander zu begleiten. Hier ist die gemeinsame Konfliktbearbeitung ein zentraler Punkt, wobei die Kinder darin unterstützt werden, eigene Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln. In verschiedenen Phasen der Entwicklung erarbeiten wir mit den Kindern individuelle Wege, damit sie sich im Schul- und Hortalltag zurechtfinden und wohlfühlen. Um Eskalationen vorzubeugen bzw. zugespitzte Situationen zu entschärfen, werden die Kinder von speziell ausgebildetem Personal in diesen Angelegenheiten unterstützt.

Zudem vernetzen sich Hort und Schule durch das Gewaltpräventionsprogramm „Pack ma 's“ der Dominik-Brunner-Stiftung. Hier erfahren die Schüler unter fachlicher Anleitung Wege zu couragiertem Verhalten in der Gesellschaft und im täglichen Miteinander.


Erziehungspartnerschaft

Der wichtigste Bildungsort ist die Familie. Der Hort ist eine familienergänzende Einrichtung und unterstützt die Eltern bei der Bildungs- und Erziehungsarbeit. Eine gelingende Erziehungspartnerschaft ist die Grundlage für eine optimale Begleitung der Kinder. Die Eltern und Erziehungsberechtigten werden regelmäßig über die Geschehnisse im Hort durch Elternbriefe informiert. Es gibt Tür- und Angelgespräche, telefonischen Kontakt, schriftlichen Austausch über das Hausaufgabenheft der Kinder und Gespräche nach Terminvereinbarung.
Anhand von Aushängen, Bilderwänden, Schautafeln und unserer Homepage www.abt-joscio-schule.de haben alle Eltern die Möglichkeit, sich einen Eindruck von der Hortarbeit zu verschaffen. Elternbefragungen mit Evaluation einmal pro Hortjahr tragen zur Qualitätssicherung bei.

Der Hort-Elternbeirat

Zu Beginn jeden neuen Hortjahres wird der Elternbeirat neu gewählt. Der Hort-Elternbeirat gestaltet während des Hortjahres Feste, woraus die Einnahmen für neue Spielgeräte und gemeinsame Ausflüge verwendet werden. Der Beirat ist jedoch in erster Linie das Sprachrohr der Eltern. Vierteljährliche Besprechungen zwischen Hort und Elternbeirat haben daher einen hohen Stellenwert.

Aktueller Hort-Elternbeirat

Austausch zwischen Hort und Eltern

Am Anfang des Schuljahres findet ein Informationselternabend statt, weitere Elternabende werden in Kooperation mit der Elternschule Eule zu aktuellen Themen gestaltet. Diese Ver-anstaltungen werden von qualifizierten Referenten in unseren Räumlichkeiten angeboten.

Ein regelmäßiger Austausch mit unseren Horteltern ist und sehr wichtig. Da sehr viele der Eltern berufstätig sind, finden die meisten Gespräche erst nach 16.00 Uhr statt. Zweimal pro Hortjahr werden die Erziehungsberechtigten zu verpflichtenden Entwicklungsgesprächen eingeladen, um sich über den Verlauf der kindlichen Entwicklung zu Hause und in der Einrichtung zu unterhalten. Grundlage hierfür sind der Beobachtungsbogen „Beobachtungsbogen-Hort“ nach Matthes & Schulz und ggf. die Portfoliomappe des Kindes. Weitere, gleichermaßen geeignete Beobachtungsbögen können individuell eingesetzt werden, wenn beispielsweise die Entwicklung des Sprachverhaltens näher betrachtet werden muss. Nicht nur für die Entwicklungsgespräche bildet der Beobachtungsbogen eine wichtige Grundlage sondern auch für das tägliche pädagogische Handeln. Mit diesem Instrument kann das pädagogische Personal weitere, individuelle Handlungsschritte erarbeiten.

Zusammenspiel von Hort, Schule und Elternhaus

Ziel der Erziehungspartnerschaft ist ein Zusammenspiel aller Beteiligten, also Hort, Schule und Elternhaus mit dem Kind im Mittelpunkt. Viele unserer Gespräche finden zusammen mit Eltern und Lehrern statt, da die Zusammenarbeit mit der Abt-Joscio-Schule für uns ein verbindliches und bereicherndes Konzept darstellt. Der Einsatz von pädagogischem Hortpersonal am Schulvormittag im Zuge der Marchtaler Plan Pädagogik verstärkt dieses Netzwerk.

Gerne heißen wir die Erziehungsberechtigten, Großeltern und Verwandten in unserer Einrichtung willkommen, sich mit ihren eigenen Fähigkeiten einzubringen und somit den Alltag vielfältig zu gestalten. Falls von den Eltern gewünscht, bieten wir natürlich auch die Vermittlung von Beratung durch andere Institutionen an.
Die Auseinandersetzung mit Erwartungen der Eltern und die Erarbeitung individueller Ansätze zur Unterstützung der Kinder in allen Bereichen ist ebenso Bestandteil unserer Arbeit mit den Eltern.
Der Elternbeirat des Kinderhorts hat das Elterncafé ins Leben gerufen. Etwa zweimal pro Hortjahr können sich Eltern, Erziehungsberechtigte und Großeltern treffen. Es ist eine Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre näher kennen zu lernen und sich auszutauschen. Der Elternbeirat bietet dazu Kaffee und Kuchen an. Die jeweiligen Termine für das Elterncafé werden durch Einladungen an die Eltern bekannt gegeben. Besondere Bedeutung kommt dem Elterncafé beim Kennenlernnachmittag Mitte Juli zu.

Öffentlichkeitsarbeit

Der Kinderhort präsentiert sich durch Beiträge und Aktivitäten regelmäßig der Öffentlichkeit, z. B.

  •   Presseberichte
  •   Beiträge für die Niederalteicher Nachrichten
  •   Beiträge für den Jahresbericht der Abt-Joscio-Schule
  •   Homepage von Schule und Kinderhort
  •   Kennenlernnachmittag
  •   öffentliche Feiern
  •   Patenschaft für die Nepomukkapelle

Der Kinderhort befindet sich in zentraler Lage in Niederalteich. Aufgrund der großen Anzahl von Hortkindern aus anderen Gemeinden ist eine Öffnung der Einrichtung zum Ort eine wichtige Aufgabe. Die Kinder haben die Patenschaft für die Nepomukkapelle an der Donau in Niederalteich übernommen. Sie sind für die Pflege der Kapelle und Dekoration mit Blumen etc. verantwortlich.
Außerdem werden kleinere Andachten abgehalten. Das Hortpersonal und die Kinder informieren regelmäßig in den Niederalteicher Nachrichten über diese Tätigkeiten. Beim Kennenlernnachmittag im Juli werden alle neuen Kinder mit ihren Eltern, Großeltern in den Hort eingeladen. Einen Nachmittag lang können sie dann den Hortalltag schon vor dem offiziellen Hortbesuch ab September miterleben.